#1 weekly review – Arrival in Panama

Eigentlich dachte ich, dass mein erster Eintrag ein ’sunday update‘ wird… Dann saß ich an einem ‚monday start‘ und nun wird es ein ‚weekly review‘.

Nach einer emotionalen Woche in München mit vielen tränenreichen Abschieden, meinem letzten Arbeitstag im Büro und dem Auszug aus dem Gästezimmer eines Freundes, war trotz größter Erschöpfung in der Nacht vor dem Abflug nicht an Schlaf zu denken. Da es sowieso noch so viele Dinge auf die letzten Minuten zu organisieren galt, war ich zumindest gut beschäftigt und konnte mir keine Gedanken darüber machen was in den kommenden Stunden, beziehungsweise Tagen und Wochen noch so alles auf mich zukommen wird.

Die Ansicht welche ich hatte - Alle Abflugzeiten am Flughafen

Total übermüdet stand ich also Sonntag morgen um 6 Uhr am Flughafen in München und meine Freunde die mich begleitet haben gaben mir den letzten Schubs in die Sicherheitskontrolle und damit war die kommende Zeit besiegelt! Ich fliege nach P A N A M A.

Nach kurzem umsteigen in Frankfurt ging es dann erstmal weiter nach Punta Cana. Irgendwie überkam mich auf halber Strecke dann doch die Panik „was tue ich hier eigentlich?“, aber da ich so unfassbar erschöpft war, fiel ich kurz darauf in einen Dornröschen-Schlaf. Man sagt ja immer ‚schlaf erst mal, morgen sieht die Welt schon wieder anders aus‚ – glaubt mir, tut sie! In diesem Fall sehr viel sonniger sogar 🙂

Sicht zum Brown's House Grundstück in Punta Cana

9 Stunden und +30 Grad später landeten wir in Punta Cana. Gefühlte 500 Pärchen verließen den Flieger und die mit einem Anschlussflug mussten sitzen bleiben und wurden abgeholt – ich war die einzige. Nun ja… so ist das manchmal wenn man alleine reist.

Panama City

Nach einigen misslungenen Verständigungsversuchen am Schalter (da es wohl eine Umbuchung bei meinem Flug gab) saß ich 2 Stunden später in meinem letzten Flug nach Panama City. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so unfassbar müde war. Am Tocumen International Airport angekommen wollte ich nur noch schlafen. Glücklicherweise lief am Einreise-Schalter und Zoll alles ohne nennenswerte Probleme ab (ich hatte alle notwendigen Dokumente schon vorbereitet)- dennoch redeten der junge Mann und ich komplett aneinander vorbei. Nachdem ich Ihm einfach all meine Dokumente gab die ich hatte, damit er sich selbst raussuchen kann was er braucht und viel nett lächeln bekam ich meinen Stempel.

Ich konnte es nicht glauben, aber nun bin ich wirklich in P A N A M A.
Auch mein Gepäck war da und der Fahrer vom Hotel ‚Hilton Garden Inn‘ stand mit einem Schild zur Abholung bereit (würde ich jedem empfehlen der so unfassbar müde wie ich ankommt und kostet 30$-35$ / reguläres Taxi in die Stadt kostet auch um die 25$). Nach meinem check-in um 21 Uhr (4 Uhr europäischer Zeit) bin ich direkt ins Bett… Ich finde für die Zeitumstellung von 7 Stunden habe ich mich ausdauernd geschlagen 😉

Aussicht vom Infinity Pool im Hilton Garden Inn Hotel in Panama City

Den kommenden Tag hatte ich mir den Wecker gleich morgens um 7 Uhr gestellt damit ich im Rhythmus bleibe und um das Frühstück nicht zu verpassen. Trotz der Müdigkeit habe ich es geschafft mich nicht mehr schlafen zu legen und mir als Belohnung zwei entspannte Tage im Hotel gegönnt. Da ich bald wieder in Panama City sein werde und dann nochmal die Gelegenheit habe mir die Stadt und alles anzuschauen, habe ich mich nicht gestresst und lieber ein paar Stunden im Whirlpool auf der Dachterrasse mit Blick über die Skyline von Panama City gegönnt.

Bocas del Toro

Nach zwei recht kurzen Tagen ging es dann auch schon wieder weiter nach Bocas del Toro, eine kleine Inselgruppe mit karibischen Stränden. Glücklicherweise wurde mir der Flug dorthin zum Geburtstag geschenkt, sodass ich mir 11 Stunden im Nachtbus ersparen konnte. Da die Insel ‚Colón‘ nur 3x am Tag angeflogen wird, war das Flugzeug am Albrook-Airport dementsprechend kleiner ;-). In einer kleinen Chestnut mit nicht einmal 10 weiteren Passagieren überflog ich den Panama-Kanal und die unzähligen traumhaften kleinen Inseln und erreichte nicht einmal eine Stunde später ‚Isla Colón‘.Hier angekommen schienen die Uhren ganz anders zu ticken -langsamer.

Nachdem Christel (eine Mitreisende) mir auf dem Flug einige ernüchternde Geschichten über Vorkommnisse auf Ihrer beruflichen Reise in Panama berichtet hatte, wurde ausgerechnet ihr noch im Flughafen-Ankunftsraum von einem Angestellten fast der Ausweis entwendet – schluck. Mit diesem unangenehmen Gefühl und weiteren 3$, die ich für die Einreise auf die Insel zahlen musste, verließ ich alleine das Gelände.

Die Insel ist nicht groß und ich wusste in etwa wo ich hin musste, aber da ich den Rucksack und meinen kleinen Rucksack (der fast platzte weil ich nur 14kg Gepäck aufgeben durfte und deshalb alles ins Handgepäck gestopft hatte), dabei hatte und es drückend schwül heiß war, beschloss ich mir ein Taxi zu gönnen, die 2$ (eigentlich 1$!!) hatte ich gerade noch.

2 Minuten und eine suspekte Fahrt später stand ich vor dem bestimmt süßesten Hostel was ich mir hätte wünschen können. Ein kleiner Geheimtipp auf den ich durch Zufall gestossen bin. Aufgrund der low season und meiner langen Aufenthaltszeit konnte ich einen speziellen Preis aushandeln und hatte das Glück, dass sonst niemand mehr in meinem Zimmer schlief.

Türkises Wasser der Bocas del Toro Bucht in der Karibik

Die kommenden Tage verliefen ungewöhnlich schnell, obwohl ich keinen Ausflug gemacht hatte. Nach ein paar Problemen mit der Bank (es gibt auf der Insel nur eine Bank und zwei Automaten wo maximal 200$ täglich abgehoben werden können – achja und wenn der Automat leer ist, dann ist das halt so ;-)) und meinem Test in der Sprachschule, genoß ich lediglich die angenehme Ruhe des ’nichts-tun‘.

Jeden morgen genieße ich nun bei 27 Grad mein Frühstück auf der Terrasse des Hostels mit Blick auf das Meer, lege mich mittags auf den Bootssteg und versuche bei 31 Grad keinen Sonnenbrand zu bekommen und springe hin und wieder zu den Seesternen und bunten Fischen ins Wasser… Hier lässt es sich aushalten… und ich bin glücklich die kommenden drei Wochen hier sein zu können…

Preview: Kommende Woche geht für mich wieder der Ernst des Lebens los… nein quatsch ;-)! Aber ich besuche eine Sprachschule für die kommenden drei Wochen um mein Spanisch zu verbessern. Ansonsten werde ich vermutlich den ein oder anderen Ausflug unternehmen und ein paar Restaurants ausprobieren. Grüße aus dem Paradies!

Sincerely-me
Isi

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Written by Isi
Hey, mein Name ist Isi. Meine Leidenschaft ist das Reisen und Schreiben, was läge also näher als beides zu verbinden. Als Backpacker bereise ich die schönsten Länder der Welt und schreibe für dich wertvolle Reiseberichte, damit auch du in deinem Urlaub einzigartige Erinnerungen sammeln kannst. Mit dem Kauf unseres VW-T5 habe ich mir einen Traum erfüllt und sammle nun viel Erfahrung beim Ausbau zum Camper.