Insider Tipps für deine perfekte Kubarundreise

Wie ist das eigentlich mit…

dem Internet und Wlan in Kuba? Darf mann das Trinkwasser trinken und gibt man im Restaurant Trinkgeld? Wann ist eigentlich die beste Reisezeit für Urlaub in Kuba?
Auf all die Fragen und noch vieles mehr gebe ich dir folgende Antworten, damit deine individuelle Kubarundreise unvergesslich schön wird! 🙂

Internet und Wlan in Kuba:

Eigentlich könnte man das Internet in Kuba mehr mit einem Intranet vergleichen, denn aufgrund der strengen politischen Regulatoren ist der Begriff „world wide web“ irgendwie unpassend. Trotzdem kann das Internet in Kuba natürlich für Updates an die Familie und kleinere Recherchearbeiten gut genutzt werden.

Da deine Simkarte und dein Handytarif in Kuba nicht funktionieren werden, musst du dir vor Ort eine Guthabenkarte kaufen. Diese erhältst in jedem Etecsa-Laden für 1 CUC und kannst damit ca. 1 Stunde lang surfen. Du brauchst dafür deinen Reisepass, denn alle deine Daten werden je gekaufter Karte registriert (der Staat weiß dadurch genau auf welchen Seiten du unterwegs bist 😉 ). Alternativ kannst du Karten bei Straßenverkäufern um 2 CUC beziehen. Das geht in der Regel viel schneller, da du nicht im Laden anstehen und auch deine privaten Daten nicht hergeben musst. Den Aufschlag des Preises haben deshalb gerne hingenommen.

Die Karten verfügen über eine Nummer und einen Code, welcher freigerubbelt werden muss (rubbel die Karte sanft und nur mit einer alten Münze auf. Pass sehr gut auf, denn die Qualität des Papiers ist sehr schlecht und uns ist es ein paar Mal passiert, dass wir ausversehen den Code mit weggerubbelt haben 🙁 ).

Nun brauchst du einen Wifi-Spot. Den gibt’s nicht in der Casa, sondern in den öffentlichen Wifi-Parks. Dort tummeln sich die Menschen mit ihren Handys auf den Sitzbänken und loggen sich zum Surfen ein. Hin und wieder gibt es auch in Restaurants Wifi, dann könnt ihr euch mit eurer Karte einloggen. Ganz selten bieten die Restaurants Wlan gratis an.

Ein Cuba Libre und ein Mojito stehen nebeneinander an der Bar, davor liegt die Internetkarte für WLAN in Kuba

 

Um dich mit dem Wlan-Spot zu verbinden gehst du wie folgt vor:

  1. Gehe in deiner Einstellung auf Wlan.
  2. Dort verbindest du dich mit dem Netzwerk „WIFI_ETECSA“.
  3. Dann öffnet sich ein Browserfeld von Etecsa. Dort gibst du unter „Usuario“ deine Nummer der Karte ein (nennt sich „usuario, bzw. login“).
  4. Darunter bei „Contraseña“ gibst du dein freigerubbeltes Passwort ein (nennt sich „clave, bzw. password“).
  5. Dann auf „Acceptar“ klicken und du wirst verbunden.

 

Wenn du keine volle Stunde im Park sitzen willst und nur kurz ein paar Urlaubsfotos versenden möchtest, solltest du danach dein Wlan wieder ausstellen. Es kann sonst passieren, dass du eingeloggt bleibst und deine Minuten weiter abgerechnet werden, obwohl du es gar nicht mehr nutzt.

Die Qualität des Internet ist mehr schlecht als recht. Für die Ladezeiten der Seiten muss man vor allem eines mitbringen: Geduld. Außerdem funktionieren viele Seiten, Programme Logins in Kuba nicht (zB AirBnB).
Wir haben uns gefragt braucht man während seinem Urlaub wirklich Internet? Eigentlich nicht!
Und so haben wir es sehr genossen einfach mal nicht erreichbar zu sein und die offline-Welt voll und ganz wahrzunehmen. 🙂

 

Beste Reisezeit für deinen Urlaub auf Kuba:

Je früher umso besser!!!
Keine Sorge natürlich fahren überall immer noch genügend Oldtimer herum und auch die Lebensart und was den Charme von Kuba ausmacht, wird sich so schnell nicht ändern. Trotzdem merkt man bereits Unterschiede, die natürlich mit dem Tourismus und dem fließenden Geld einhergehen.

In Havanna selbst werden die Oldtimer meist als (überteuertes Taxi) oder als ganze Tour angeboten. Man hat schnell gemerkt, dass die Oldtimer ein Touristenmagnet sind und sich damit viel Geld machen lässt (1 Stunde Cabrio-Oldtimertour wird für bis zu 45$ angeboten! „Vernünftige“ Preise gibt es aber auch für 20$/h).
Mittlerweile siehst du auf den Straßen aber auch viele moderne Autos, denn die „reichen Kubaner“ wollen natürlich auch auf westlichem Standard leben.

Wenn du dir mehr Orte als nur Havanna anschaust, dann sorg dich nicht. Je weiter du dich von der Metropole entfernst umso seltener siehst du die modernen Autos. Im restlichen Land, wo das Geld noch nicht so sehr fließt, entwickeln sich die Dinge eben langsamer und du erlebst das authentische Kuba weswegen du gekommen bist.

Wann du allerdings genau herkommen solltest musst du selbst entscheiden. Abhängig von den Jahreszeiten gibt es jeweils für die Haupt-, wie auch die Nebensaison Vor-und Nachteile:

Isi steht mit ihrem Handgepäcksrucksack vor einem blauen Oldtimer in Kuba.

Nebensaison von April – bis Oktober

+ Nahezu kaum Touristen sind im Land
+ Man muss kaum etwas im Vornherein buchen (Busse usw. mit geringem Vorlauf)
+ Man kann sich direkt eine Casa Particular vor Ort suchen, vergleichen und somit die schönste aussuchen
+ Die Preise für Unterkünfte, Touren usw. sind um bis zu 25% günstiger
+ Durch den hohen Wettbewerb kannst du Preise besser verhandeln und feilschen

– Da es die heißesten Monate sind, muss man wirklich aufpassen mit der Sonne
– Man darf nicht uneingecremt oder ohne Kopfschutz nach draußen
– Durch den geringen Tourismus stürzen sich alle Verkäufer auf dich
– Am Strand kann man sich nicht in die Sonne legen, egal wie gut eingecremt verbrennt man innerhalb von 10 Minuten

 

Hauptsaison von November – bis März

+ Angenehmeres Klima um das Land zu entdecken (trotzdem ist die Sonne aber stark 😉 )
+ Du wirst dich als „Ausländer“ nicht alleine fühlen und hast ein Gemeinschaftsgefühl
+ Du kannst dich gut mit anderen zusammen tuen und gemeinsam reisen oder in der Gruppe einen besseren Preis aushandeln

– Viel Tourismus im Land, wenn nicht sogar mehr Ausländer als Einheimische 😛
– Unterkünfte, Transport und Touren müssen mit Vorlauf gebucht werden
– Preise sind höher als sonst, feilschen und verhandeln von Preisen schwieriger (trotzdem immer versuchen!!!)

 

Trink(!)wasser in Kuba:

Eins ist klar und gilt das ganze Jahr über: Trinken trinken trinken!
Da es aber zuweilen zu Engpässen der Trinkwasserversorgung kommen kann, gibt es Tage an denen man gut und gerne Mal ein paar Stunden damit verbringen kann von Supermarkt zu Supermarkt zu schlendern um Trinkwasser zu suchen. Meist kann man dies auch für einen kleinen Aufpreis in allen Restaurants kaufen oder man weicht auf die bekannte „TuCola“ aus (1,5Liter Wasser kosten zwischen 0,70 CUC und 2 CUC). Reisende wie ich, sollten am besten immer Kreislauftropfen oder ein Packerl Traubenzucker in der Handtasche dabei haben– sicher ist sicher.

Zusätzlich hatten wir einige Päckchen Elektrolyte im Gepäck dabei. Da das abgefüllte Trinkwasser in den Flaschen nur gefiltert ist und somit keine Mineralstoffe besitzt und du durch das viele schwitzen noch mehr verlierst, solltest du diese auf anderem Weg ausgleichen.

Das Leitungswasser in Kuba solltest du übrigens überhaupt nicht trinken. Auch wenn es auf mich sehr sauber und teilweise sogar gut gechlort gewirkt hat, habe ich es nicht ausprobiert. Zum Zähneputzen und auch gut abgekocht für Tee oder der Zubereitung von Lebensmitteln, war es aber kein Thema 🙂

 

Sonnenbrand in Kuba:

Ihr Lieben das meine ich jetzt vollkommen ernst. Mit einem Sonnenbrand in Kuba ist nicht zu spaßen. 🙁  Da wir die intensive Äquatorsonne als Europäer nicht gewohnt sind, solltest du das ganze Jahr über, vor allem aber in den Sommermonaten (April – Oktober) gut geschützt die Casa verlassen.

Dabei immer schon eingecremt aus dem Haus und wenn möglich eine kleine Tube Sonnencreme in der Handtasche mitnehmen. Auf keinen Fall ohne Kopfbedeckung auf Erkundungstour gehen! An den Stränden von Kuba ist besondere Vorsicht geboten. Während der Sommerzeit auf Kuba solltest du die direkte Sonne vermeiden und dich auch im Schatten regelmäßig eincremen.

Auch wenn man es nicht glauben mag, aber selbst die Einheimischen, welche die kubanische Sonne gewöhnt sind, halten sich zwischen 11Uhr- 16Uhr immer im Schatten auf und cremen sich zum Teil ein. Du wirst auch im Schatten braun werden, also keine Sorge! Aber gib deiner Haut Zeit sich an das neue Klima zu gewöhnen.

Abends solltest du dich immer mit AfterSun oder eine Feuchtigkeitslotion eincremen, damit die strapazierte Haut sich erholen und die Bräune entfalten kann. Sollte dir deine Creme ausgehen, kannst du in den großen Hotels (wie z.B. IberoStar) eine Feuchtigkeitslotion nachkaufen (im Supermarkt oder der Apotheke gibt es so etwas selten bis gar nicht).

Tolle bunte Graffitis auf Kubas Straßen mit einem vorbei laufenden Müllsammler.

 

Bauchfrei / Oben ohne in Kuba:

Da komme ich auch direkt zum nächsten Punkt. Denn auch wenn du aus Europa vielleicht eine gewissen Offenheit gewohnt bist: In Kuba ist es als Frau verpönt oben ohne am Strand zu liegen. Sicher werden sich einige Kubaner an dem Anblick einer halbnackten Frau erfreuen, trotzdem wird diese Art der Freizügigkeit als westlicher Sittenverfall angesehen. Um Ärger und möglicherweise Strafen vor Ort zu vermeiden, solltest du also als Frau dein Top anlassen 😉 .

 

Doch was für die chicas gilt, gilt noch lange nicht für die chicos.

 

Denn in Kuba, wie auch in vielen anderen Latinoländern wirst du viele Männer oben ohne, also ohne T-Shirt antreffen. Mit blankem Oberkörper radeln sie durch die Gegend oder sitzen in den Türrahmen und beobachten das Geschehen auf der Straße. Vollkommen normal!

Eine weiterer Modeerscheinung sind Männer die Ihr T-Shirt nicht ganz ausziehen, sondern nur bis hoch zur Brust falten und somit den Blick freigeben auf ihren meist kugeligen (Bier-) Bauch 🙂

Du siehst das vielleicht zum ersten Mal, jedoch in Kuba, wie auch vielen anderen lateinamerikanischen Ländern, ist das vollkommen normal. Wenn du also noch weiteren Urlaub in Mittel- und Südamerika geplant hast, wirst du diesen männlichen Modetrend noch häufiger beobachten können. 😉

 

Trinkgeld in Kuba:

Trinkgeld wird in Kuba gerne gesehen und dankend angenommen. In Restaurants solltest du bei gutem Service 10% Trinkgeld geben. Dies musst du allerdings nicht, wenn das Trinkgeld bereits mit auf die Rechnung geschrieben wurde.
Grundsätzlich solltest du das immer checken und auch ob alle Positionen stimmen. Nicht selten steht auf einmal mehr drauf oder ganz andere Dinge als du eigentlich hattest 😉

Wenn du eine Tagestour mit Guide gebucht hast freut der sich auch über einen kleinen Obolus. Je nachdem wieviel du geben möchtest, bietet es sich auch an stattdessen auf ein Getränk einzuladen. Wir hatten in den Pausen einfach gefragt, ob er Trinkgeld oder ein Getränk bevorzugt.

Deinen Casa-Eltern brauchst du kein Trinkgeld geben (kann man natürlich, aber macht man eher nicht). Ihnen geht es in der Regel finanziell recht gut, sodass sie darauf nicht angewiesen sind.

Helfern auf der Straße, den sogenannten „jineteros“ brauchst du KEIN Trinkgeld geben. Hin und wieder kann es sein, dass jemand dir auf einmal auf der Straße die Welt erklärt und im Anschluss dafür bezahlt werden möchte. Das liegt ganz bei dir! Trinkgeld ist immer eine freiwillige Angelegenheit und du solltest dich nicht genötigt fühlen für etwas Geld zu zahlen womit du nicht zufrieden warst oder worum du gar nicht gebeten hattest. Falls du den „Helferlein“ auf der Straße kein Trinkgeld geben willst oder nichts abkaufst, kann es natürlich sein, dass man danach in lange Gesichter schaut oder sogar ein böser Satz über die Lippen kommt. Steh drüber!

Außerdem solltest du auch kein Geld an bettelnde Kinder geben. Dadurch lernen sie auf dem falschen Weg an Geld zu kommen und im schlimmsten Fall senkt das ihre Arbeitsmoral. Schenke Ihnen stattdessen lieber etwas Mitgebrachtes aus deiner Heimat. Eine Dekorative Badeente, die du vielleicht eh wegwerfen wolltest, einen kleinen Handtaschen-Spiegel, eine Puppe, Seifenblasen oder einen Lolli. Darüber werden sie sich MINDESTENS genauso freuen 🙂 !

Ausflüge in Kubas Hauptstadt Havanna zu Ruinen und vergangener Geschichte. Man sieht alte Raketen und Panzer zwischen Palmen und zerstörten Gebäuden.

 

Buchungen der Unterkünfte in Kuba:

Wenn du für deine Rundreise in Kuba deine Unterkünfte vorab buchen möchtest, solltest du das bereits einige Wochen vor deiner Reise selbst erledigen.

Da in Kuba diverse Buchungsplattformen wie AirBnB & Booking nicht funktionieren, erledigst du das am besten von Europa aus. Außerdem haben die Einheimischen selten Zugang zu Internet, da es teuer und umständlich ist, sodass eine Nachricht möglicherweise erst nach einer Woche gelesen wird.

Wenn du vor Ort eine Casa Particular buchen möchtest, helfen dir deine Casa Mamas bei der Organisation. Entweder können sie dir jemanden empfehlen oder sie rufen für dich an, denn das geht immer am schnellsten.

Mehr Infos warum du eine Casa für deine in Kuba buchen solltest und alles wissenswerte über die Unterkünfte in Kuba habe ich dir in meinem Blogbeitrag „Unterkünfte- Casa Particulares“ zusammen gefasst.

 

Geld wechseln vs. abheben in Kuba:

Unsere Meinung nach der Rundreise durch Kuba war ganz klar: Geld mitnehmen und wechseln. So kannst du dir einige Euros sparen und diese lieber in ein paar Mojitos investieren 😉 . Kuba ist der sicher zum Reisen und wenn man das Geld vernünftig mit sich führt und versteckt verteilt, wird nichts abhandenkommen. Warum es günstiger ist Geld in Kuba zu wechseln, statt es abzuheben und wie das System funktioniert habe ich dir in meinem Artikel „Geld, Währung und bezahlen in Kuba“ beschrieben.

 

Kleinunternehmertum in Kuba:

Als sich 2010 die wirtschaftlichen Pforten Kubas zaghaft öffneten, wuchs zeitgleich das Kleinunternehmertum. In den vergangenen Jahren kräftigte sich der Privatsektor in mehr als 100 verschiedenen Branchenfelder, wie zum Beispiel mit kleinen Werksätten, Restaurants, Casa Particulares oder Friseur- und Nagelstudios.

2017 stoppte die kubanische Regierung die Vergabe von weiteren Lizenzen, da viele Kubaner keine Steuern zahlten oder sich mit Waren vom Schwarzmarkt eindeckten.

Anfang 2019 startete die Regierung einen neuen Anlauf und vergab erneute Lizenzen an Kleinunternehmer, allerdings mit stärkeren Regulatoren. Wer nun ein eigenes Gewerbe eröffnen will, muss zusätzlich zu den Regeln des Regierung über ein Bankkonto verfügen auf welchem der kubanische Staat den Zahlungsverkehr kontrollieren kann.

Doch was bedeutet das nun genau?

In meinem Bericht über die Casa Particulares habe ich bereits über das Kleinunternehmertum in Kuba geschrieben, daneben gibt es natürlich auch andere Selbstständige wie zum Beispiel Saily Alvarez die mit Ihrem Mann einen Barbershop, bzw Nagelpflege-Salon betreibt. Während sie meine Nägelchen auf Hochglanz polierte erklärte sie mir viel über die Selbstständigkeit in Kuba und was es bedeutet ein eigenes Geschäft zu führen.

Denn damit sie ihr eigenes Unternehmen führen darf, muss sie der Regierung monatlich 80 CUC zahlen. Die Lizenz für das Nägel machen kostet sie monatlich weitere 10 CUC. Hinzu kommt die Miete für den Shop von 15 CUC im Monat und das abbezahlen des Kredites bei der Bank (die Kosten schwanken) bei welchen sie und ihr Mann sich Geld leihen mussten, um den zuvor leeren Raum in einen Salon umzuwandeln. Sie mussten die Decke und den Boden erneuern. Wände streichen, Spiegel kaufen und Stühle sowie die Erstausstattung. Diesen Kredit werden sie wohl auch noch viele weitere Jahre abbezahlen müssen.

In der Nebensaison hat sie am Tag maximal 1-2 Kunden und verdient im Schnitt 5 CUC Das deckt meist nicht einmal die Grundkosten ab. Deshalb muss sie in der Hauptsaison, wenn das Geschäft besser läuft einiges zur Seite legen, damit sie die schwachen Monate überbrücken kann. Denn die Fixkosten an den Staat hat sie immer, egal wie viele Kunden kommen.

Auf dem Bils steht eine Schlange vor Menschen an einer Bodega in Havanna Kuba für Lebensmittel an.

 

Grundversorgung der Einheimischen:

Da Kuba ein kommunistisches Land ist, wird die Grundversorgung vom Staat übernommen. Das bedeutet, dass jedem Einwohner Kubas eine Unterkunft und die Grundversorgung der Lebensmittel zusteht. In der Praxis sieht das folgendermaßen aus: Saily und ihre Familie leben in einem Vorort von Viñales und gehören somit einer Gemeinde von circa 30 Familien an. Diese 30 Familien sind einer bestimmten „Bodega“ also einer Art Supermarkt zugewiesen, die ausschließlich sie mit Lebensmitteln versorgen. Wenn Saily also Lebensmittel braucht, darf sie nur zu dieser Bodega gehen. Dort wird Liste geführt was sie alles mitnimmt, denn sie hat nur einen bestimmten errechneten Anspruch auf Obst, Gemüse, Fleisch, Eier und Brot.

Wenn sie diesen Anspruch ausgeschöpft hat, der Monat aber noch nicht vorbei ist, muss sie alles darüber hinaus in Supermärkten zu einem teureren Preis dazukaufen, was quasi jeden Monat der Fall ist. Auch werden „Luxusprodukte“ wie Seife, Shampoo oder Konserven in Supermärkten zu CUC-Preisen gekauft. Bei einem monatlichen Festangestellten Einkommen von circa 10-30 CUC muss deshalb genau überlegt werden was für die Familie gekauft wird. Nicht selten erfahren wir deshalb, dass Touristenguides eigentlich zwei Jobs haben. José zum Beispiel arbeitet hauptberuflich für eine Sicherheitsfirma der Regierung. Er bekommt circa 11 CUC /Monat was ihm und seiner Familie nicht zum Leben reicht. Deshalb arbeitet er nebenher noch im Tourismus, denn dort liegt für die Kubaner das „wahre Geld“ und somit die Chance auf ein besseres Leben.

Wenn du dich also manchmal wie ein wandelndes Euro-Zeichen fühlst, kannst du das nun vielleicht etwas nachvollziehen. Jeder der nun die Chance hat vom Boom des Tourismus etwas abzugreifen wird versuchen auf den Zug aufzuspringen, denn viele sind mit der politischen Situation sehr unglücklich. Mit wachsendem Tourismus und dem Zugang zum Internet erkennen viele Einheimische immer mehr was ihnen Jahrelang vorenthalten wurde und möchten sich deshalb ein besseres Leben erarbeiten. Wer kann es ihnen verdenken?

 

Zur Vorbereitung unserer Reise und auch während der Rundreise haben wir vieles in unserem Reiseführer von Marco Polo über Kuba nachlesen können. Eine gute Empfehlung um jederzeit über das Land und seine Bräuche auf dem Laufenden zu sein 🙂 Von uns gibt es deshalb einen Daumen nach oben!

Sincerely-me
Isi

 

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Written by Isi
Hey, mein Name ist Isi. Meine Leidenschaft ist das Reisen und Schreiben, was läge also näher als beides zu verbinden. Als Backpacker bereise ich die schönsten Länder der Welt und schreibe für dich wertvolle Reiseberichte, damit auch du in deinem Urlaub einzigartige Erinnerungen sammeln kannst. Mit dem Kauf unseres VW-T5 habe ich mir einen Traum erfüllt und sammle nun viel Erfahrung beim Ausbau zum Camper.